Sky Bet muss Strafe in Millionenhöhe zahlen

Der Online Spielhallen Betreiber und Buchmacher Sky Bet muss eine hohe Geldstrafe zahlen. Verhängt wurde die Strafe von der UK Gambling Commission. Die Britische Glücksspielbehörde greift mittlerweile härter durch – und nun traf es auch Sky Bet, ein Mitglied des Flutter-Konzerns.

Wie verantwortungsvoll sind Glücksspielbetreiber?

Wer im online casino oder bei einem online buchmacher spielt, muss ein gutes Gefühl haben. Dazu gehört, dass man der Seite vertraut – und weiß, dass im Zweifelsfall alle Maßnahmen ergriffen werden, die von übermäßigem Spielen abhalten. Denn Spielsucht bleibt nach wie vor ein wichtiges Thema, vor dem sich die Betreiber von glücksspielseiten nicht verschließen dürfen. Zu einer sicheren Spielumgebung gehören nicht nur faire Spiele, sondern eben auch die Möglichkeit, eigene Begrenzungen einzustellen oder sich auf unkomplizierte Weise von der Seite sperren zu lassen. Dass man als gesperrter Spieler keine Werbe-Mails mehr erhalten sollte, versteht sich eigentlich von selbst.

Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass Betreiber ihren Job nicht immer so ernst nehmen, wie sie sollten. Sky Bet ist nicht das einzige Unternehmen, das sich Fehler erlaubt hat. Die UK Gambling Commission gilt mittlerweile als strenge Glücksspielbehörde und könnte ein Vorbild für die deutsche Behörde werden. Die UK Gambling Commission hat in der Vergangenheit auch den Konzern 888 zu einer hohen Geldstrafe verurteilt, weil man sich nicht ausreichend der Geldwäscheprävention widmete. Mit den deutschen Lizenzen, die es seit letztem Jahr gibt, könnten auch bei uns bald neue Zeiten anbrechen. Momentan werden ausländische Glücksspielseiten hier noch geduldet, obwohl sich nicht alle an Einsatz- und Einzahlungslimits halten, die in Deutschland eigentlich gelten.

Wie sich der Markt künftig entwickelt, bleibt abzuwarten. Wir achten bei unseren Bewertungen darauf, dass Glücksspielbetreiber wichtige Maßnahmen zum Spielerschutz einhalten. Spieler entscheiden sich zudem deshalb gern für Spielhallen und Buchmacher mit ausländischen Lizenzen, weil sie dort mehr Freiheiten und eine größere Auswahl an Games haben. Auch auf unseren verlinkten Seiten sollte aber stets verantwortungsbewusst gespielt werden, damit der Spielspaß immer an erster Stelle steht.

Werbe-Mails wurden scharf kritisiert

Die Sanktion beläuft sich auf rund 1,4 Millionen Euro. Der Grund: Im November 2021 versendete Sky Bet Werbe-Nachrichten, die laut der UK Gambling Commission gegen jegliche Spielerschutzregeln verstießen. Denn die Werbe-Mail landeten auch bei Spielern im Postfach, die ihre Konten eigentlich gesperrt hatten. Verschickt wurden die Nachrichten an etwa 290.000 Spieler – und davon war ein beachtlicher Teil auf der Sperrliste. Rund 31.300 Spieler hätten diese Mail gar nicht erhalten dürfen.

Das wollte die UK Gambling Commission nicht einfach durchgehen lassen. Sky Bet, ein beliebter Anbieter von Sportwetten und Glücksspielen wie Spielautomaten, wurde zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Das Unternehmen hat dem Vorwurf nicht widersprochen, sondern sich im Gegenteil sehr kooperativ gezeigt. Man sagte, in Zukunft werde man besser aufpassen, sodass es solche Patzer nicht mehr geben werde. Die Strafe hätte zudem noch höher ausfallen können, hätte ein Spieler aus der Sperrliste im Anschluss auf die Werbung reagiert. Das war aber glücklicherweise nicht der Fall.

Wer auf der Sperrliste ist, hat vermutlich bereits ein Problem mit dem Spielen. Jede seriöse Spielhalle muss Spielern die Möglichkeit geben, eigene Limits festzulegen oder eine Sperre zu verhängen, um sich zu schützen. Entsprechend haben die Werbe-Mails besonders gefährdete Spieler getroffen, die eigentlich keinerlei Spielanreize mehr serviert bekommen sollten. Denn Werbe-Mails haben natürlich ganz klar den Zweck, Spieler zu Sportwetten oder Drehs am Spielautomaten zu motivieren. Das zeigte sich auch an der Mail, die Sky Bet an seine Kunden versendete: Hier konnte man sich 100 Freispiele sichern, wenn man 5 Euro setzte.

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