Genesis Global muss 3,8 Millionen Pfund Strafe zahlen

Dass man künftig härter durchgreifen wird, hat die UK Gambling Commission jetzt bewiesen: Der Konzern Genesis Global wurde zu einer Geldstrafe von 3,8 Millionen GBP verurteilt. Verhängt wurde die Strafe aufgrund schwerwiegender Probleme, was den Spielerschutz und die Geldwäscheprävention betrifft.

Genesis Global schützt seine Spieler nicht ausreichend

Zu dem großen Konzern gehören 14 bekannte Marken, darunter das gleichnamige genesiscasino.com sowie casinocruise.com oder casinoplanet.com. Das Unternehmen ist in vielen Teilen der Welt aktiv und ein großer Name in der Branche. Obwohl sich der Konzern über hohe Umsatzzahlen freuen durfte, wird die gute Laune jetzt sicher einen ordentlichen Dämpfer verpasst bekommen haben: Die UK Gambling Commission hatte bereits vor einigen Monaten auf die Probleme hingewiesen. Kurzzeitig durfte der Anbieter sogar nicht mehr auf dem Markt aktiv sein. Als man dann Anpassungen vornahm, wurde die Sperre aufgehoben. Die Behörde aus Großbritannien ließ aber nicht locker und behielt das Unternehmen weiterhin ganz genau im Blick. Das Resultat: Für Genesis Global hagelte es eine saftige Geldstrafe über 3,8 Millionen Pfund.

Die Betreiber der online casinos sind zwar im Besitz einer gültigen Lizenz. Aber man ist mehrfach durch Fehlverhalten aufgefallen. Die Gambling Commission kritisierte diverse Sicherheitsprobleme: Spieler wurden in der Vergangenheit nicht ausreichend geschützt. So gab es zum Beispiel einen Skandal um eine Spielerin, die ohne Probleme innerhalb von drei Monaten fast 250.000 Pfund für die Glücksspiele ausgeben durfte. Genesis Global versäumte es, die Spielerin zu überprüfen. Dann hätte sich nämlich herausgestellt, dass sie gar nicht über das nötige Kapital verfügte. Auch verhängte man keine automatische Sperre. Die Spielerin konnte einfach ungehindert zocken und verlor viel Geld.

Ein weiterer Vorwurf dreht sich um eine Kundin von Genesis Global, die sich selbst von einer Seite der Marke sperrte. Richtig wäre, sie dann von allen Seiten des Konzerns zu sperren. Das geschah aber nicht. Stattdessen war es für sie ein Leichtes, einfach auf einer anderen Seite Mitglied zu werden und dort Geld zu überweisen. Wir erinnern uns: Genesis Global ist im Besitz von 14 Glücksspielseiten. Entsprechend viel Auswahl haben spielsuchtgefährdete Spieler, wenn sie nicht automatisch für alle Plattformen gesperrt werden, sobald sie sich ausschließen.

Das sind nur zwei der Fälle, auf die die englische Glücksspielbehörde in der Vergangenheit aufmerksam wurde. Das Unternehmen fiel immer wieder durch unzureichende Sicherheitsmaßnahmen auf, die unkontrolliertes Spielen möglich machten.

Vorwurf der mangelnden Geldwäscheprävention

Als seien die mangelhaften Maßnahmen zum Spielerschutz nicht schon genug, wirft man Genesis Global auch noch fehlerhafte Geldwäscheprävention vor. Mehrfach versäumte es der Konzern auch hier, seine Spieler richtig zu durchleuchten. So konnte ein Spieler beispielsweise ohne Probleme 200.000 Pfund verlieren – erst dann überprüfte man den Spieler. Ähnlich sah es bei einem Spieler aus, der sogar 600.000 Euro verlieren konnte und über eine Million Pfund eingezahlt hatte. Bei solch großen Summen müsste Genesis Global aktiv werden und seine Spieler gründlich überprüfen. Das geschah aber nicht. Es gibt sogar einen Fall, bei dem man die Kontoauszüge kontrollierte, aber eigentlich keine Einkommensnachweise darauf fand. Was man aber fand, waren Hinweise auf weitere Überweisungen an andere Betreiber von Glücksspielseiten.

Dass Spielerschutz auf Online-Glücksspielseiten an erster Stelle stehen muss, dürfte damit nun auch Genesis Global bewusstgeworden sein. Denn die Strafe hat sicher gesessen – und die UK Gambling Commission wird auch weiterhin aktiv gegen Anbieter vorgehen, die sich nicht an wichtige Sicherheitsmaßnahmen und Vorgaben halten.

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